Gut durchdachte Erdung reduziert EMV-Einflüsse - EMV-Workshops

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Gut durchdachte Erdung reduziert EMV-Einflüsse
Workshop: 07.07.2021 | 10:00 bis 17:30 Uhr
Ort: Schlosshotel Monrepos, Ludwigsburg
Wenige Anlagenausfälle dank praxistaugliche Erdungskonzepte
Was ist bei der Erdung einer Anlage zu beachten – besonders im  Hinblick auf industrielle Netzwerke wie PROFINET? Vermaschte Erdungssysteme werden heute pauschal als das Allheilmittel propagiert. Macht das in jedem Fall Sinn? Oder ist es nur eine andere Verteilung der Masseströme? Welche anderen Lösungen gibt es? Diese Themen stehen – aus  Sicht der Anlagen-EMV – im Mittelpunkt des Workshops.

Bei der Auslegung eines Feldbussystems ist ein schwingungsarmes EMV-Konzept von essenzieller Bedeutung für eine hohe Verfügbarkeit einer  Anlage. Im dem ganztägigen Workshop erläutert Hans-Ludwig Göhringer die verschiedenen Arten von elektromagnetischen Einflüssen, wie sich diese  auswirken und welche konstruktiven Maßnahmen dagegen schützen.

PROFINET ersetzt die klassischen Feldbusse und ist in einigen Anlagen  bereits seit über zehn Jahr im Einsatz, so dass jetzt Alterung und  Verschleiß immer öfter zu Ausfällen der Kommunikation – und damit zum  Stillstand der Maschinen und Anlagen führt. Die Ursachen für Ausfälle  sind häufig elektromagnetische Effekte in Verbindung mit Mängeln an der  Netzwerk-Infrastruktur, wie beispielsweise Installationsfehler,  mechanische Belastungen der Leitungen oder die Oxidation von Kontakten. Aber auch die Mechanik verursacht Störungen durch ESD Effekte. Das ist  eine Erscheinung, die sich – nicht vorhersagbar – manchmal schon nach 6  Monaten oder auch erst in zehn Jahren bemerkbar macht und steigende  Ausfallrate verursacht.

Im eintägigen Workshop lernen Sie die Grundlagen zu Themen wie  Leitungsabschirmung und Potentialausgleich. Wichtige Aspekte bei der Kabelführung werden ebenso behandelt wie die einfache EMV-Bewertung  einer Gesamtanlage. Mit einem Schulungskoffer werden die Suche nach EMV-Störern und verschiedene Fixing-Maßnahmen praktisch vorgeführt. Dabei kommt auch der Quicktester ESD-QT 16 zum Einsatz. Er signalisiert Entladungen per Alarmleuchte oder Hupe. Mögliche Maßnahmen zur  Vermeidung von Schäden an elektronischen Baugruppen runden den Workshop ab. Im Workshop-Paket ist ein persönlicher Sonden-Bausatz enthalten, mit  dem Sie in Ihren Anlagen selber nach Störern suchen können.

Aktuelle Anpassungen und Erweiterungen in der Normenwelt werden ebenfalls behandelt, beispielsweise die „Planungs- und Installationsempfehlungen für die Funktionserdung und Schirmung von  PROFIBUS- und PROFINET-Netzwerken“ oder „DKE/AK 712.0.6 PA-Ströme“ aus  den VDE.
Zielsetzung
Sie lernen, die Erdungskonzepte von Netzwerken und Feldbussystemen  aus EMV-Sicht zu betrachten. Sie können durch die gelernten Maßnahmen  die Leistungsfähigkeit Ihrer Feldbussysteme erhalten bzw.  wiederherstellen und so unvorhersehbare Störungen vermeiden.
Inhalte
  • Interne und externe EMV
  • Grundlagen der EMV (Sender, Übertragungsstrecke, Empfänger)
  • EMV-gerechte Erdungssysteme
  • Einfluss der Netzseite
  • EMV-Testgeräte und -Verfahren
  • Regeln für einen EMV-gerechten Busaufbau einschließlich Fixing-Maßnahmen
  • Neues von der PNO und dem DKE
Vorraussetzungen
EMV Grundkenntnisse in den Bereichen Netzwerke und Feldbussysteme
Interresant für
Projektingenieure, Elektrokonstrukteure und Instandhalter in den Bereichen Prozess- und Fertigungsautomation
Teilnahmeinformationen
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. An einem Schulungskoffer werden die  Messverfahren für die Suche nach EMV-Störer praktisch vorgeführt. Die Teilnehmergebühr: EUR 490,00 zzgl. MwSt. pro Person. Tagungsunterlagen,  Teilnahmezertifikat, Bausatz und Verpflegung sind in der Gebühr enthalten.
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